Soforthilfe nach Überschwemmung in Kenia

Im April 2024 forderten heftige Regenfälle und Sturzfluten in Kenia mehr als 103 Todesopfer, 150.365 Vertriebene und 191‘000 weitere Betroffene. Die Überschwemmungen hatten verheerende Auswirkungen auf zahlreiche Gemeinden in der Region.

Sicht auf die überflutete Chalbi-Wüste

Die Fluten beeinträchtigten den Zugang zu Trinkwasser, wasserbedingte Krankheiten verbreiteten sich und die beschädigte Infrastrukturerschwerte die humanitäre Hilfe. MAF war als eine der ersten Hilfsorganisationen vor Ort und leistete unverzüglich Unterstützung: Einerseits wurden Erkundungsflüge durchgeführt, um das Ausmass der Katastrophe zu erfassen, andererseits transportierten wir mit zwei Cessna 208-Flugzeugen von Nairobi aus dringend benötigte Hilfsgüter in die vom Wasser abgeschnittenen Dörfer.

Eine unserer Flugrouten führte über die Chalbi-Wüste in der Nähe des Turkanasees. Der erfahrene MAF-Pilot Amos Simiu berichtet: „In meiner Zeit als Pilot habe ich in dieser Wüste noch nie Wasser gesehen. Aber damals war die ganze Gegend ein grosser See – Wasser, soweit das Auge reichte."

Besonders dramatisch war die Situation im Dorf Ileret, das 810 Kilometer nördlich von Nairobi liegt und für Fahrzeuge unerreichbar war. In Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation "Sign of Hope" transportierte MAF 600 kg lebenswichtige Fracht, darunter:

  • Medizinisches Material wie Cholera-Testkits, Aqua-Tabs und Rehydrationslösungen zur Bekämpfung von Cholera
  • Decken, Schlafmatten und Moskitonetze für 200 Haushalte
  • Nahrungsergänzungsmittel und Seife

Dank der praktischen und finanziellen Unterstützung von Partnern und Institutionen konnte das Leben vieler Menschen in den betroffenen Gebieten nachhaltig verbessert und in einigen Fällen sogar gerettet werden.

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Sean Atkins
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