Rekordniederschläge isolieren Gemeinden in Arnhem-Land
Rekordniederschläge im April verwandelten Strassen im Ost-Arnhem-Land in unpassierbare Flüsse und schnitten über 550 Menschen ab. Innerhalb von 48 Stunden flog MAF über 1'100 kg Lebensmittel in die betroffene Region.
Einige Homelands befanden sich inkritischer Lage. Die Fluten hatten Strassen unpassierbar gemacht. „Viele riskierten ihr Leben, um Vorräte und Lebensmittel zu holen“, berichtete Glenda Abraham, CEO der Laynhapuy Homelands Aboriginal Corporation, die einige der abgelegensten Gebiete im Ost‑Arnhem‑Land betreut.

Überflutete Strassen blieben für schwere Fahrzeuge über mehrere Wochen unpassierbar. Ohne Lastwagen konnten weder Treibstoff noch lebensnotwendige Güter transportiert werden. Wo Treibstoff für Generatoren ausging, waren rasch lebenswichtige Infrastrukturen wie die Kühlung von Lebensmitteln, medizinische Geräte oder Kommunikationsmittel betroffen.
In dieser Lage waren die MAF‑Flüge die einzige Verbindung zur Aussenwelt. MAF‑Pilot James Gullett, der in die abgeschnittene Gemeinde Dhalinybuy flog, beschrieb den Moment seiner Landung mit einem Flugzeug voller Vorräte: „Zuerst kam niemand. Als ich rief, dass Lebensmittel an Bord sind, tauchten plötzlich 20 Menschen auf. Ihre Dankbarkeit war überwältigend.“

Auch für erfahrene Flieger waren die Bedingungen extrem: aufgeweichte Landepisten, weggespülte Zufahrten. „An manchen Orten fehlte seit Wochen Essen“, berichtete James.
MAF‑Programmdirektor für Arnhem‑Land, Ben Brown, fasste zusammen: „Es gibt buchstäblich keine andere Möglichkeit, diese lebenswichtigen Güter zu den Menschen zu bringen – ausser per Luft.“



