MAF - die Rega für abgelegene Gemeinschaften
Auch junge Menschen erleiden medizinische Notfälle – besonders kritisch in abgelegenen Regionen ohne Versorgung. Dort wird MAF oft zum rettenden Helfer, ähnlich wie die Rega in der Schweiz.
Die Geschichten von drei jungen Patientinnen – Neema, Yelikha und Angeline – zeigen, wie MAF dazu beiträgt, Leben zu retten.
Neemas Geschichte: Überleben eines Hyänenangriffs im ländlichen Tansania
Diedreijährige Neema aus dem ländlichen Tansania erlitt eine der schlimmsten Verletzungen, die man sich vorstellen kann. Sie hatte sich in einer Hütte vor Regen geschützt. Bei einem Hyänenangriff verlor sie ein Auge und einen Grossteil ihres Gesichts. Der Angriff schockierte ihr kleines Dorf und verstörte ihre junge Mutter Juliana, die Neema in der Obhut ihrer Grossmutter gelassen hatte, während sie Mehl holte. «Als ich zurückkam, hörte ich nur Angstschreie, und die Hyäne kaute ihre Augenregion ab», berichtet Juliana.
Die Verletzungen waren für eine lokale Behandlung zu komplex. Der plastische Chirurg Dr. Maher Anous wurde dringend benötigt. MAF-Pilot Mark Liprini flog Dr. Maher in etwas mehr als einer Stunde von Arusha nach Dodoma – das ersparte Tage schwieriger Reisen und ermöglichte eine sofortige Versorgung.
«Ihr Fall ist einer der schlimmsten, den ich je gesehen habe – eine willkürliche Zerstörung», so Dr. Maher. «Es besteht die Gefahr, dass sie zur Belastung für ihre Familie wird. Sie hat ein Auge und das halbe Gesicht verloren.»
Die erste Operation war erfolgreich. Dr. Maher plant einen zweiten grossen Eingriff mit Hauttransplantationen und Mikrochirurgie, der 12 bis 15 Stunden dauern wird. Obwohl der Weg noch lang ist, hat der Flug mit MAF Neema nicht nur eine Chance auf Überleben, sondern auch auf Heilung gegeben.

Yelikhas Geschichte: Ein Jahrzehnt ohne Lächeln in Guinea
Tausende von Kilometern entfernt in Guinea erlitt die 15-jährige Yelikha eine andere Art von langfristigem Leid. Ein Verkehrsunfall im Alter von fünf Jahren führte dazu, dass ihr Kiefer geschlossen war und sie weder den Mun döffnen noch normal essen konnte. Zehn Jahre lang suchte ihre Mutter Aissatou nach Lösungen.
«Wir haben wirklich viele Spitäler aufgesucht», so Aissatou. «Die bisherigen Ärzte hatten uns gesagt, dass wir meine Tochter nach Marokko oder Tunesien bringen müssten. Aber woher sollten wir die Summe für eine solche Operation bekommen?»
Als in einer weitentfernten Klinik ein spezialisierter Chirurg zur Verfügung stand, ermöglichte MAF die Anreise und flog die Familie in nur zwei Stunden dorthin. «Ich danke MAF für ihre Präsenz in Guinea. Wir hätten sonst auf der Strasse fahren müssen, und das hätten wir kaum geschafft», so Aissatou.
Die Operation war erfolgreich. «Heute sitzt meine Tochterhier und kann den Mund öffnen. Das ging seit gut zehn Jahren nicht mehr», sagt sie.


Angelines Geschichte: Lebensrettender Flug in Madagaskar
Und in Madagaskar verlor die 35-jährige Angeline – bereits zweifache Mutter – beinahe ihr Leben und das Leben ihres ungeborenen Kindes durch eine Eileiterschwangerschaft. Der abgelegene Dorfflugplatz war unbenutzbar, aber die Einheimischen kamen zusammen, um ihn rechtzeitig für die Landung von MAF zu räumen.
«Sie ist dieletzte meiner drei Töchter. Ich wusste, dass es ihr nicht gut ging, aber ich hatte keine Mittel, um ihr zu helfen», so ihre Mutter Vaha. «Danke also, dass Sie uns geflogen haben.»

Diese drei Geschichten - von Neema, Yelikha und Angeline – verbindet eines: die Fähigkeit von MAF, Unerreichbares zu erreichen. MAF bringt medizinische Hilfe dorthin, wo sie am dringendsten benötigt wird. So investiert sie in die Gesundheit, Würde und Zukunft der nächsten Generation.


