Jubiläum: Achtzig Jahre jung
Wie wird eine 80-jährige Organisation aktiver, relevanter und innovativer? Norman Baker, Chief Transformation und Operating Officer bei MAF International, ist überzeugt: Nur wer hoch hinaus zielt, schafft das.
MAF wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von Pionieren gegründet. Mithilfe von Flugzeugen wollten sie die Not der Menschen in abgelegenen Regionen lindern und ihnen Hilfe, Hoffnung und Heilung bringen. Laut Norman Baker dienen die mutigen Reisen dieser frühen MAF-Pioniere – wie die Flüge von Betty Greene nach Mexiko und Südamerika oder die Reisen von Stuart King und Jack Hemmings quer durch Afrika – auch heute noch als Vorbild.
«Wir betreuen heute rund 2500 isolierte Gemeinschaften. Anlässlich des 80-jährigenJubiläums stellten wir uns die Frage, wie MAF effektiver werden kann.“ Denn weltweit leiden schätzungsweise eine Milliarde Menschen, weil sie weit entfernt von einer angemessenen Gesundheitsversorgung oder Bildung leben. «Um dieser Not zu begegnen, möchten wir bis 2045 unsere Wirkung verdoppeln und doppelt so viele Gemeinschaften erreichen.»

Eine neue Generation übernimmt Verantwortung
«Schauen wir 80 Jahre zurück, ist die Motivation der christlichen Nächstenliebe, das Leben der Menschen verbessern zu wollen, bewundernswert», meint er. «Das ist immer noch der Kern von uns. Aber unser Verständnis dafür, was Gemeinschaften wirklich brauchen, muss sich ständig weiterentwickeln.» MAF profitiert davon, dass immer mehr Mitarbeitende aus dem lokalen Umfeld stammen und selbst in diesem Kontext leben und ihn verstehen.
Susan Kigen-Kolum war Ingenieurin im Kenia-Programm von MAF. Jetzt aber steuert sie als Country Director die Bemühungen, Fachkräfte aus der Region Ostafrika zugewinnen. «Die Begeisterung wächst, ebenso das gemeinsame Gefühl, dass es an der Zeit ist, dass Afrika Gewicht bekommt. Viel zu lange waren viele Afrikaner Ziel von Missionen und Missionaren. Nun ist der Moment gekommen, dass Afrika etwas zurück gibt», meint sie.
«Afrika hat die jüngste Bevölkerung der Welt: 70% der Menschen südlich der Sahara sind jünger als 30 Jahre. Afrika ist der am schnellsten wachsende Kontinent. Das dortige demografische, wirtschaftliche und kulturelle Wachstum wird zweifellos das globale System beeinflussen», ergänzt Susan.

Luftbrückenbauen – die Vision lebt weiter
Jahrzehntenach diesen ersten MAF-Flügen ist es ermutigend zu sehen, wie MAF wächst. Für MAF-Führungskräfte wie Norm und Susan steht der Mensch im Mittelpunkt, aber auch die Technologie spielt eine Rolle.
Obwohl Flugzeuge eine Lebensader für isolierte Gemeinschaften sind, möchte MAF auch auf Technologien setzen, die besser für unseren Planeten sind. Die nächste Generation bei MAF könnte also Drohnen (unbemannte Luftfahrzeuge), treibstoffeffiziente Technik und einen ausgeklügelten Simulator umfassen, der die Stunden, die während des Trainings in der Luft verbracht werden, deutlich reduziert.
«Wir evaluieren aufkommende neue Technologien. Wir beobachten, wann sie sich zu lebensfähigen Produkten entwickeln, die wir unserem Ermessen nach einsetzen könnten», so Norm.
Die Vision der MAF-Gründer ist auch 80 Jahre später immer noch klar: MAF fliegt dorthin, wo andere es nicht tun. Ihre Unterstützung ermöglicht es MAF, auch in den kommenden Jahren, Luftbrücken zu bauen und damit Leben zu verändern zu retten.



