Hilfe, die fliegt und schwimmt

In Madagaskar legen Menschen oft tagelange Fussmärsche zurück, um medizinische Hilfe zu erhalten. Dank der Partnerschaft zwischen MAF und Mercy Ships erhalten Patient:innen Zugang zu Operationen an Bord des Spitalschiffs Africa Mercy.

Ria Bos, Direktorin der Patientenkoordination bei Mercy Ships, erklärt: „Die Strassenverhältnisse machen Reisen auf Madagaskar lang und beschwerlich. Dank der MAF‑Flüge können wir abgelegene Gebiete weit entfernt von Toamasina erreichen – dort, wo unser Spitalschiff Africa Mercy vor Anker liegt.“ Ein Beispiel ist Mahajanga: Dort fand im Januar 2025 eine Feldkonsultation statt. Eine Fahrt auf der Strasse hätte dem Team rund 16 Stundenabverlangt – Zeit, die stattdessen in die medizinische Beurteilung von Patient:innen investiert werden konnte.

„Wir sind sehr dankbar für die Partnerschaft mit MAF“, betont Ria. „An Orte zufliegen, die sonst drei oder vier Tage entfernt wären, spart enorm viel Zeit. Dank dieser Flüge können wir effizienter und sicherer arbeiten.“ Das Teamtrifft Patient:innen, schätzt ihre Situation ein und baut Beziehungen auf – damit sie verstehen, was sie auf dem Spitalschiff erwartet. „Wir können das Schiff nicht ins Landesinnere segeln lassen“, fügt sie hinzu. „Aber genau dort begegnen sich unsere Organisationen – gemeinsam erreichen wir die entlegensten Patientinnen und Patienten.“

Dank der Zusammenarbeit werden Menschen in den entlegensten Regionen erreicht

Zusätzlich transportiert MAF das Personal von Mercy Ships vom Flughafen Ivato (Antananarivo) nach Toamasina, wo die Africa Mercy vor Anker liegt. „Alle unsere freiwilligen Chirurgen, Ärztinnen und Pflegefachpersonen reisen über Antananarivo an“, erklärt Ria. „Wir können es uns nicht leisten, dass sie sich verspäten – jede Minute ihrer Zeit und ihres Könnens ist für unsere Patientinnen und Patienten von unschätzbarem Wert. Eine reibungslose, schnelle Reise bedeutet: mehr Operationen, mehr Leben, die sich verändern.“

Die „Africa Mercy“,
Autor
Antsatiana Randrianasolo
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