Gemeinden im Südsudan wappnen sich gegen Hochwasser
Ländliche Gemeinden im Nilbecken im Südsudan leiden unter Überschwemmungen, die Häuser und Lebensgrundlagen zerstören. MAF flog das Partnernetzwerk Nile Basin Discourse in eine betroffene Gemeinde, um die Bevölkerung auf die Regenzeit vorzubereiten.
Im Jahr 2022 vertrieb eine schwere Überschwemmung knapp 30 000 Menschen und spülte die Brücke über den Mori River weg, wodurch die Hauptstrasse nach Juba blockiert wurde. Im September 2023 traten Flüsse in drei Verwaltungsregionen über die Ufer und vertrieben mehr als 3 000 Menschen. Bis Ende des Monats mussten weitere 1 530 Menschen – mehr als 500 Haushalte – ihre Häuser verlassen. Verschmutzte Wasserquellen bedrohten die Gesundheit, Schulen wurden geschlossen und weitere Infrastruktur zerstört.

Seit 2012 arbeitet Nile Basin Discourse in Südsudan daran, Gemeinden dabei zu unterstützen, Wasser‑ und Naturressourcen besser zu verstehen und zu verwalten. Das Netzwerk vereint Hunderte Organisationen, die sich für Umweltschutz, Landwirtschaft, Energie, Lebensgrundlagen und Armutsbekämpfung engagieren.
MAF flog im letzten Jahr ein Team, darunter die Umwelt‑ und Sozialspezialistin Patricia Gibril Ali, nach Mundri. Die Ortschaft liegt im Bahr-al-Jabal-Becken, das zu den grossen Becken gehört, die in den Nil fliessen. „Wir sind gekommen, um die Gemeinde zu informieren und Bewusstsein für Frühwarnsignale bei Überschwemmungen zu schaffen“, erklärt Patricia. „Zudem planen wir den Aufbau einer hydrometrischen Messstation.“ Der Besuch ist eine von mehreren Massnahmen, die die Gemeinde bei der Vorbereitung auf solche Ereignisse unterstützen.

„Wir danken MAF für ihre Arbeit und ihre Partnerschaft in unseren Programmen“, sagt sie. „Ohne MAF wäre es nicht möglich gewesen, hierherzukommen – besonders wenn die politische Situation im Land schwierig ist.“


