Essen und neue Freude für Flüchtlingskinder in Uganda
Weltweite Kürzungen von Hilfsgeldern lassen viele Kinder in Uganda hungrig und ohne sichere Zukunft zurück. Gemeinsam mit MAF versorgt Kids Around the World (KATW) sie mit lebenswichtiger Nahrung – und schenkt neue Freude durch Spielplätze.
„Die Kinder weinten, weil es nichts zu essen gab“, erzählt die 63-jährige Vicky Eimane, eine Flüchtlingsfrau aus dem Südsudan. „Die Portionen, die wir früher bekamen, wurden komplett gestrichen.“ Vicky trägt die schwere Verantwortung, ihre vier Enkelkinder und ihre Schwiegertochter zu versorgen, nachdem ihr Sohn die Familie verlassen hat. Die Versorgung ist noch schwieriger geworden, seit sie infolge von Komplikationen durch Diabetes einen Arm amputieren lassen musste.

Nun kehrt Hoffnung zurück. Vicky lächelt breit, während sie die Hand eines ihrer Enkelkinder hält. „Das Essen, das wir von KATW bekommen, hilft uns sehr“, sagt sie dankbar. Nach den drastischen Kürzungen internationaler Hilfsgelder ist die Ernährung von Flüchtlingskindern zu einem der wichtigsten Einsatzfelder für Hilfsorganisationen in Uganda geworden.

KATW verteilt Nahrung und macht damit einen grossen Unterschied.
MAF fliegt Teams von KATW auf das Flugfeld in Adjumani, von wo aus sie im Flüchtlingslager Pagirinya Nahrung an mehr als tausend Kinder verteilen. Jedes Kind, das am Programm teilnimmt, erhält fünf Lebensmittelpakete – bestehend aus Reis, Linsen, Gemüse und Vitaminen. „Wir verteilen ausgewogene Nahrungsmittel, und das macht den entscheidenden Unterschied. Die Gesundheit der Kinder hat sich stark verbessert, und wir konnten Mangelernährung und Krankheiten eindämmen“, berichtet Richard Charles Sekyeru, Teamleiter von KATW in Uganda.
Wenn Spielen zur Therapie wird
„Spielen wirkt therapeutisch – gerade für Kinder mit belastenden Hintergründen. Ich selbst bin in Armut aufgewachsen und habe mich immer aufs Spielen gefreut. Ich kann die Kinder gut verstehen“, sagt Richard mit einem Lächeln. „Wenn wir Spielgeräte aufstellen, ist es ein unbeschreiblicher Moment, die Kinder lachend darauf zustürmen zu sehen.“

«Die Freude der Kinder zu sehen, ist unbezahlbar.», sagt Richard Sekyeru.
KATW arbeitet mit lokalen Kirchen zusammen, um die Spielplätze aufzubauen. „Diese Partnerschaft hat das Gemeindeleben gestärkt. Sowohl die Lebensmittelausgabe als auch die Spielgeräte ermutigen die Flüchtlingsgemeinschaft hier sehr“, erzählt Pastor Kato Everest, selbst Flüchtling und Leiter einer Kirche mit rund 350 Mitgliedern im Camp Pagirinya.
Neben anderen Organisationen fliegt MAF regelmässig Teams von KATW zu den Flüchtlingssiedlungen in Norduganda. Richard ist dankbar für die sichere und erschwingliche Flugunterstützung von MAF, die ihre Arbeit wesentlich erleichtert: „MAF ist ein grosser Segen – vor allem, weil die Flugpisten oft ganz in der Nähe unserer Einsatzorte liegen. Wenn die Teams mit dem Auto unterwegs wären, würden sie sehr viel Zeit verlieren. Durch MAF können wir diese Zeit stattdessen für lebensrettende Arbeit in den Gemeinden nutzen.“


