Der Kampf gegen Säuglingssterblichkeit
"Wer rund um Foya, Liberia, medizinische Hilfe sucht, muss gefährliche Reisen über unwegsame Strassen auf sich nehmen. Der übliche Transport auf einfachen Motorrädern birgt fatale Risiken. Mit Motorrad-Ambulanzen kommt nun neue Hoffnung nach Liberia.
In den abgelegenen Regionen Liberias bedeutete der Weg zur nächsten Klinik lange Zeit eine lebensgefährliche Herausforderung. In der Region Foya sind schwangere Frauen und Neugeborene den prekären Strassenverhältnissen schutzlos ausgeliefert - oft mit tragischen Folgen.
Die Infrastruktur ist in Foya stark eingeschränkt. Das nächste grössere Krankenhaus liegt bis zu einen Tagesmarsch entfernt. Transporte erfolgten bislang meist auf herkömmlichen Motorrädern - eine riskante Praxis, wie Francis Forndia, Geschäftsführer des Foya-Borma-Krankenhauses, schildert: „Bevor die Frauen die Klinikerreichten, hatte die Schwangere durch die Sitzposition auf dem Motorrad ihr Baby bereits verloren.“

Ein technologischer Wendepunkt
Die Ankunft der ersten beiden Motorrad-Ambulanzenin der Region bricht nun diesen Kreislauf. „Die Motorrad-Ambulanzen sind ein wahrer Segen“, sagte Francis. „Im Gegensatz zu gewöhnlichen Motorrädern sind diese Ambulanzen mit einem zweirädrigen Anhänger ausgestattet, sodass sich die Patientinnen während des Transports sicher hinlegen können.“

Internationale Hilfe für Liberias Zukunft
MAF flog zwei Motorrad-Ambulanzen von der Hauptstadt Monrovia nach Foya. Die Ambulanzen wurden von einer schwedischen gemeinnützigen Organisation gespendet und von der schwedischen Pfingstkirche unterstützt.
Für Forndia ist dies mehr als nur eine logistische Verbesserung: „Indem die Motorrad-Ambulanzen eingeflogen wurden, um schwangeren Frauen Zugang zu besserer Behandlung zu verschaffen, hat MAF das Leben zum Positiven verändert - und für ein strahlendes Lächeln gesorgt“, sagte Forndia. „Wir standen vor einer grossen Herausforderung. Wir haben viele Babysaufgrund der schlechten Strassen verloren. Diese Motorrad-Ambulanzen werden vielen schwangeren Frauen helfen.“
Forndia betont auch die weitreichenden Auswirkungen: „Mütter und Kinder sind unsere zukünftigen Führungskräfte. Wenn man sie also rettet, hilft man Liberias Zukunft.“


