Ein MAF-Flug: Fast 1’000 Patienten von Spezialistinnen behandelt

Mit medizinischen Rettungsflügen (Medevacs) rettet MAF Leben – oft die einzige Hoffnung in akuter Not. Diese Geschichte zeigt eindrucksvoll: Nur ein Start, eine Landung – und fast tausend Menschen erhielten medizinische Versorgung.

„Die schiere Anzahl der Menschen, die aus der ganzen Region herbeiströmten, zeigt, wie gross der Bedarf in der Bevölkerung ist“, erzählte Becki Dillingham. Sie war die MAF-Pilotin, die das medizinische Team der Pamoja Specialised Polyclinic in nur 35 Minuten nach Malambo, Tansania, flog - eine Strecke, die auf der Strasse acht Stundengedauert hätte.

Während des zweitägigen Einsatzes behandelte das neunköpfige Team fast tausend Personen in der mobilen Klinik. Die meisten Personen litten an Augenleiden, aber auch zahnmedizinische Probleme und weitere medizinische Bedürfnisse wurden versorgt.

MAF flog ein Team der Pamoja Specialised Polyclinic nach Malambo, um dort eine mobile Klinik zu betreiben

Bewegende Einblicke ineine isolierte Region

Zu den medizinischen Fachkräften gehörte Dr. Dahee Park, ein HNO-Arzt (Hals-Nasen-Ohren-Arzt) aus Südkorea und Leiter der Pamoja Specialised Polyclinic. Er berichtete, dass das Team während des Einsatzes in Malambo tief bewegt war von den Lebensumständen in dieser abgelegenen Gemeinde, in welcher der Zugang zu medizinischer Grundversorgung und Ressourcen äusserst begrenzt ist.

Eine grosse Anzahl von Patient*innen legte weite Wege zurück, um behandelt zu werden.

„Viele Menschen leben über lange Zeiträume mit unbehandelten Erkrankungen, nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil medizinische Versorgung schlichtweg nicht verfügbar oderzugänglich ist“, erklärte Park. Einfache Massnahmen wie grundlegende Gesundheitsaufklärung, Augenschutz und frühzeitige Behandlung könnten die Lebensqualität der Menschen hier erheblich verbessern.

Das Team war tief bewegt von der Lebensrealität in dieser abgelegenen Gemeinschaft.

Die Kraft derZusammenarbeit

Der Einsatz vor Ort warfür das Team mehr als reine medizinische Versorgung. „Unsere Mission ist es, nicht nur Krankheiten zu behandeln, sondern jedem Menschen, den Gott uns schickt, Trost, Hoffnung und Würde zu schenken“, sagte Park. „Durch unsere Arbeit wollten wir auf die Bedürfnisse dieser Menschen eingehen und auf praktische Weise Fürsorge und Mitgefühl zeigen.“

Fast tausend Menschen, darunter viele Kinder, erhielten medizinische Versorgung.

Angesichts der Ergebnisse lobte Park diese Partnerschaften: „Die Zusammenarbeit mit MAF ermöglicht es dem Team, Orte zu erreichen, die sonst kaum zugänglich wären. Und die Kooperation mit Help for the Maasai sorgt für die notwendige Organisation und die Vernetzung innerhalb der Gemeinschaft.“

Auch Sara Frykowski, Leiterin von Help for the Maasai, betonte die die Bedeutung lokaler Partnerschaften:  „Unser Ziel ist es, der Gemeinschaft gleichberechtigten Zugang zu geistigem, sozialem und wirtschaftlichem Wohlergehen zu ermöglichen. Da Malambo abgelegen ist und es an Infrastruktur mangelt, sind wir sehr dankbar für die Zusammenarbeit mit MAF und der Pamoja Specialised Polyclinic, die uns dabei helfen, diese Vision zu verwirklichen.“

Autor
Annet Nabbanja
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